10 Fehler bei Bauvergaben (und wie Sie sie vermeiden können) – Die Rüge im Angebot (1)

Stellen Sie sich eine Öffentliche Ausschreibung oder ein Offenes Verfahren vor. Sie haben genau einen Schuss. Bei der Bepreisung des LV fällt Ihnen auf, dass bestimmte Ausführungen „nicht gehen“. Sie sind technisch unmöglich oder wirtschaftlich sinnlos.

Was tun?

Oft genug geht der Bauunternehmer wie folgt vor: Einen Tag vor Ablauf der Angebotsabgabefrist verfasst er ein Anschreiben, in dem er auf die Probleme hinweist. Und fügt es seinem Angebot bei. Als Einheitspreis gibt er 1,00 Euro oder manchmal sogar 0,00 Euro an.

Nicht gut

Sie haben es gerade gelesen. Lassen Sie das. Wenn Sie ein Problem mit der Vorgabe haben, rügen Sie sie. Und zwar rechtzeitig, d.h. einige Tage vor Ablauf der Angebotsabgabefrist. Möglichst über das jeweils eingesetzte Vergabeportal. Eine Rüge „im Angebot“ ist oftmals verspätet.

Was ist das überhaupt?

Man kann auch die weitere Frage stellen (abhängig vom Einzelfall): Ist das überhaupt eine (wahrscheinlich) verspätete Rüge oder nicht bereits eine Abänderung des LVs oder auch eine Mischkalkulation, schließlich bieten Sie seltsame Einheitspreise an? Sie sehen, diese Sache wird sich nicht gut entwickeln.

Fazit

Planen Sie einen zeitlichen Puffer ein, wenn Sie Angebote bearbeiten. Rügen Sie möglichst nicht „im Angebot“. Und wenn Sie rügen, dann rügen Sie, und zwar ausdrücklich und verbunden mit einer Abhilfeaufforderung unter Fristsetzung.

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